Projekt 8

Über das Schicksal des Projektils in Impaktkraterexperimenten

Projektleitung:

Lutz Hecht, Museum für Naturkunde Berlin (MfN)
Alex Deutsch, Institut für Planetologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU)
Thomas Kenkmann, Universität Freiburg (ALU)

Im Projekt beschäftigt:

Matthias Ebert (Doktorand, MfN)

Zusammenfassung

Die Herkunft und Zusammensetzung kosmischer Projektile lässt sich durch die Analyse von Projektilresten bzw. chemischen Spuren dieser Körper bestimmen. Projektilspuren finden sich in Impaktbrekzien, im Kraterboden und im Fernauswurf, Projektilfragmente sind nur unter speziellen Bedingung erhalten. Die physikalisch-chemischen Bedingungen bei der Projektilplatznahme, der Mischung zwischen Projektil und Target und die Ursachen für dabei auftretende Inter-Elementfraktionierung sind bislang kaum bekannt und bilden die Themen des vorliegenden MEMIN-Projektes. Die kontrollierten Impaktexperimente des Programmes und extreme chemische Unterschiede zwischen Projektil (Eisenmeteorit bzw. Stahl mit Spurenelementen) und Sandstein-Target erlauben (i) den eindeutigen Nachweis kleinster Fragmente und von Kondensaten des Projektils, und (ii) die Bestimmung relativer Projektil-/Target-Anteile in Mischungen mithilfe hoch sensitiver und/oder hoch ortsauflösender geochemischer Techniken. So soll vor allem die Verteilung von Projektilmaterie zwischen Spallationsmaterial, Ejekta und Impaktiten im Untergrund der experimenttellen Krater und die Ursache(n) für Interelementfraktionierungen in Projektilrelikten näher untersucht werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse finden Sie hier.