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Internationale Konferenz zur Impaktkraterforschung in Freiburg

16.12.2015

In der Zeit vom 20.-26. September 2015 fand am Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg die internationale Konferenz

„Bridging the Gap III: Impact cratering in nature, experiment and modeling” (http://www.hou.usra.edu/meetings/gap2015/ )

statt, an der 125 der bekanntesten Kraterforscher aus fünf Kontinenten und 22 Ländern teilnahmen. Ausrichter der Konferenz waren Prof. Kenkmann und Dr. Poelchau von der Universität Freiburg, Prof. Hiermaier, Leiter des Fraunhofer Instituts für Kurzzeitdynamik in Freiburg sowie Prof. Deutsch von der Universität Münster. Die Konferenz steht in der Tradition von gleichnamigen Tagungen, die 2003 in Houston, Texas und 2007 in Montreal, Kanada stattfanden. Ziel dieser Konferenz ist es, die Ergebnisse von Geländestudien, Experimenten und numerischen Modellen zur Impaktkraterbildung zusammenzuführen und ein besseres Verständnis zwischen den Teildisziplinen zu erreichen. Themen, die auf der Konferenz behandelt wurden, reichten von den grundlegenden Prozessen der Kraterdynamik und Stoßwellenmetamorphose, über die planetare Fernerkundung von Impaktstrukturen, bis hin zur Kraterstatistik. Einige Beiträge stellten den Nutzen heraus, den Impaktkratern als Werkzeug, für die Datierung planetaren Oberflächen oder der Rekonstruktion von planetarer Oberflächenentwicklung und Umweltfaktoren besitzen.

Ein Markenzeichen der Konferenzreihe sind intensive Diskussionsforen. Das Programm wurde von einer dreitägigen Geländeexkursion in das Nördlinger Ries und den Steinheimkrater begleitet, die vom Ausrichter der Konferenz, Prof. Thomas Kenkmann geleitet wurde und das Ziel verfolgte, Modellierern die reale Welt der Geologie nahezubringen. Komplementär hierzu wurde während der Konferenz erstmalig eine virtuelle Exkursion in das Programm integriert, die Physikern und Mathematikern die Möglichkeit bot, die übrigen Tagungsteilnehmer in die Welt der Modellierung von Kurzzeitphänomenen mit ihren Möglichkeiten und Limitierungen einzuführen. Methoden der experimentellen Kraterforschung wurden im Rahmen von Laborführungen am Ernst-Mach-Institut und dem Geologischen Institut der Universität Freiburg vorgeführt. Die Ergebnisse der Konferenz werden in dem Fachjournal Meteoritics and Planetary Science publiziert. Die Konferenz wurde großzügig von der DFG, der NASA, dem Lunar and Planetary Institute, Nature Geoscience, der Barringer Crater Company, sowie dem EMI-Freiburg und der Universität Freiburg unterstützt.

Das Organisationskomittee

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