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Projekt VII

Geophysikalische Untersuchungen zur Kraterentstehung im Labor

Projektleitung:

Christian Grosse, München

Im Projekt beschäftigt:

Manuel Raith (Doktorand, TU München)

 

Zusammenfassung

In Laborexperimenten werden experimentell erzeugte Krater mit zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht, die geophysikalische Messmethoden ähneln. Dabei dienen Ultraschalluntersuchungen und Verfahren, die auf elektromagnetischen Wellen basieren, zur Charakterisierung der Schädigungszone und Bestimmung ihrer Ausdehnung. Generell eignen sich diese Verfahren sowie die Modalanalyse auch dazu, das Probenmaterial hinsichtlich petrophysikalischer Parameter zu charakterisieren und zerstörungsfrei den Lagenaufbau von geschichteten Systemen zu bestimmen. Diese Daten sind einerseits für den Vergleich des Einflusses unterschiedlicher Targetmaterialien und anderer Gesteinsparameter auf die Kraterentstehung wichtig. Andererseits lassen sich mit diesen Realdaten die Simulationsrechnungen verifizieren und wichtige Eingangsparameter für die Modellierung bestimmen.
Feldexperimente, durchgeführt in Projekt VIII, liefern Vergleichsdaten von terrestrischen Kratern (das Steinheim Becken in Baden-Württemberg und der Kamil Krater in Ägypten). Um die Ergebnisse der im Laborexperiment in allen Teilprojekten gewonnenen Daten auf diese viel größere Skala übertragen zu können, sind die hier durchgeführten zerstörungsfreien Untersuchungen sehr wichtig. Beispielsweise können die Ergebnisse von Ultraschallmessungen mit denen von reflexionsseismischen Analysen verglichen werden, oder die Mikrowellendaten mit den vom Kamil-Krater zur Verfügung stehenden RADAR-Daten. Auch in diesem Zusammenhang ist der Vergleich all dieser Daten mit Simulationen (Projekt IX) vorgesehen.